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Selbstzweifel & was Socialmedia damit zu tun hat...

Alltägliches · 07/2017

Sich selbst im eigenen Körper Zuhause zu fühlen ist so eine Sache. Ich möchte nicht wissen, wie viel Zeit ich schon in Themen wie „Endlich schlank“, „Bikini-Body“ oder sonstige Diätpläne investiert habe. Da die Cellulite weg, da noch ein paar Pfunde weniger, „Nur-SO-auf-Fotos-hinstellen-um-schlanker-zu-wirken“ und so weiter… JA, ich habe es tatsächlich zwar auch geschafft 15 Kilo abzunehmen, wovon sich aber die Hälfte schon wieder angesammelt hat.

Ich bin schon stolz, dieses Ziel damals erreicht zu haben und ich habe mich danach auch wohl gefühlt. Aber lohnt sich ein halbes Jahr komplett OHNE Kohlehydrate und MIT schlechter Laune? Definitiv: nein. Kurzum: Ja, ich trage Größe 44. Ja, ich weiß, dass ich keinen cellulitefreien Körper habe. Ja, ich weiß, dass Abends Pizza vielleicht nicht gesund ist, aber ab und zu darf das sein. @lautundgluecklich haben zitiert: „Sollten wir unseren Körper nicht für das lieben, was er kann – und nicht, wie er aussieht?“. Ja – sollten wir. Und daran besteht kein Zweifel.

Natürlich schließt das eine gesunde Ernährung und die ein oder andere Sporteinheit nicht aus, aber es macht auch erst dann Spaß sich selbst Gutes zu tun, wenn kein „Zwang“ oder „Druck“ mehr besteht (siehe diverse Instagramblogger im retuschierten Size-Zero-Körper). Was ich im Grunde sagen möchte: Achtet auf Euren Körper, ihr habt nur diesen einen. Liebt euch selbst, denn nur dann lieben Euch auch andere.

Im Urlaub am Gardasee hat meine Mama ein Bild von mir gemacht. Und ich muss sagen: ich finde mich auf dem Bild schön – trotz kein 90-60-90 in Sichtweite – und das ist gut so. Ich trage keine angesagten kurzen Mini-Shorts oder bauchfreies Top, weil ich mich darin einfach nicht wohl fühle, sondern einen schicken Midi-Rock (den meine Mama gemacht hat) und ein luftiges Top – und ich lache (nein, kein Instagram-Gesichtsausdruck-so-wie-ich-normal-nie-schauen-würde-aber-ich-mich-total-geil-finde-Face), weil es mir einfach gut geht. Freilich gibt es Tage, an denen auch ich mich nicht wohl fühle oder mit dem falschen Bein aufgestanden bin. Aber ich denke, das ist menschlich. Und auch, wenn ich sage, es muss nicht jeder dem Idealmaß entsprechen und kein Stück Pizza mehr anrühren, versuche ich auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, um so meinem Körper das zu geben, was ihm gut tut.

Dennoch muss ich auch im Umkehrschluss sagen: Ich finde Frauen, die zu ihrem Leben stehen und positive Energie ausstrahlen um Welten beeindruckender & attraktiver als jene, die unzufrieden im Strandbody an ihrem Salatblatt knabbern und sich für etwas Besseres halten.

Also. Sollten wir nicht alle ein wenig mehr Farbe zu uns selbst bekennen und glücklich sein?

Foto: Melanie Huber Fotografie